Namibia

Einheit, Freiheit, Gerechtigkeit

Namibia, (Ableitung von der “Wüste Namib”) liegt im südlichen Westafrika zwischen Bootswana, Südafrika und dem atlantischen Ozean. Die Bevölkerungszahl ist stark ansteigend und wird mit mehr als 2 Millionen angegeben. Obwohl eines der reicheren afrikanischen Länder, ist das Einkommen der meist dort Lebenden sehr gering. Bergbau und Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, nicht zuletzt auch durch den Abbau von Diamanten. Amtssprache ist englisch aber es werden auch immer noch verschiedene afrikanische Sprachen und Deutsch gesprochen. Namibia ist das einzige afrikanische Land welches eine Sommer - und Winterzeit hat. Das Land verfügt über mehrere gute Flughäfen, das Strassennetz ist gut ausgebaut aber kaum asphaltiert. Sehr viel unberührte Natur, eine artenreiche Fauna und Flora gleiche Zeitzone wie in Europa lockt immer mehr Touristen in das Land.

Denkmal in Windhoek

warten auf Matatu

Lodge Mokuti

Lodge

Etosha Mokuti Lodge

Im Köcherbaumwald

Otjikotosee

zu den roten Dünen in Namib

bizarr, die Wüste Namib

auf dem Soweto Markt

der schaut nicht freundlich
Tukanpaar

Mit Zug und Bahn durch Namibia

Am 28. 08. 2008 landete eine Gruppe  unternehmungslustiger Menschen aus Deutschland mit erstaunten Augen auf einem abgelegenen Flugplatz bei Windhoek in Namibia. Mit Kleinbussen wurden wir auf unplanierten Wegen bergauf  und bergab zu unseren Lodges gefahren. Riedgedeckte Hütten mit grob gehauenen Holzmöbeln ließen uns bald heimischwerden. Interessant waren die Gebäude in denen wir das Essen und gepflegte Getränke bekamen. Das Abendessen entsprach der nationalen Küche und wurde erst mit etwas Vorsicht probiert. Aber wir hatten ja von unserer kleinen Terrasse schon rinderähnliche Laute gehört, wenn auch noch keine Herde gesehen und waren deshalb optimistisch. Nach einer guten Nachtruhe fragte man uns schelmisch, ob wir wenigstens früh und abends das Löwengebrüll gehört hätten. Da wurde uns klar: Jetzt sind wir wirklich in Afrika angelangt. Von unserem Frühstückspavillion  aus fotografierten wir Geparde in ihrem Revier, aber zunächst mal lieber durch ein großes Fenster. Während der Reise gab es Vorträge über Land und Leute und besonders interessant waren die Geschichten über Namibia mit ihren vielen verschiedenen Menschengruppen, die ständig bemüht sind, ihre Kultur zu erhalten und uns nahe zubringen.

Armensiedlung

Lunch im Busch vom Feinsten

Wir wanderten am Fish-River-Canyon entlang, das zweitgrößte Erosionstal der Welt. Ganz Mutige ließen sich an Ketten zum Schluchtboden hinab, turnten aber vorsichtshalber doch bald wieder herauf. Vielen machte die Hitze zu schaffen. Sie zogen es vor ,mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt zu fahren .und kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Dann ging es durch die Rand-Kalahari zum Köcherbaumwald. Das Gelände und die eigenartigen Bäume boten einen beeindruckenden Blick und auf diesem unwegsamen Gelände gab es auch den ersten Invalide, der abgeschleppt wurde. Er bewies aber in der übrigen Reisezeit, dass man auch mit einem bandagierten Bein Afrika erforschen kann. Auf dem Riesenspielplatz (aufgehäufte Felsbrocken) kletterten wir wie Kinder herum und suchten die besten Stellungen für das Erinnerungsfoto. Auf ungeteerten Pisten ging es weiter nach Maltahöhe, wo wir im gleichnamigen Hotel „Futtern wie bei Muttern. “ einkehrten. Immer wieder überrascht die Sauberkeit und Freundlichkeit  des oft deutsch sprechenden Servicepersonals .Abends wanderten Romantiker stundenlang durch die Nacht, denn das „Kreuz des Südens“ und andere Sternbilder  sind nirgends in so großartiger Pracht zu bewundern.

Abenteuerlich wurde die Fahrt zu den roten Wanderdünen der Namibia. Viele ließen es sich nicht nehmen, die berühmteste Düne 45 zu erklimmen .Aber die Höhe von 300 m wurde nur von einzelnen geschafft. Dafür füllte sich jeder ein Fläschchen mit rötlichem Dünensand, welches nach der Heimkehr nach Deutschland  wohl das interessanteste Souvenir wurde.
Es geht weiter in Richtung Swakopmund, einer Stadt, in der sich die einstige deutsche Kolonialzeit  bald unverändert erhalten hat. .Fast jeder spricht oder versteht zumindest deutsch und man geht zum „Bäcker, „Metzger“ oder ins Rathaus.Vorher halten wir noch in dem kleine Wüstenort Solitaire, und versorgen uns mit frisch gebackenem Brot und Apfelkuchen .Herrlich sind immer wieder die kleinen Überraschungen. Den „Ayers Rock der “Namibiawüste“ erklimmen alle, denn nach der langen Busfahrt will sich jeder die Füße vertreten. Diesmal übernachteten wir in der „Hammersteinlodge“. Es überrascht stets, wenn man aus den wüstenähnlichen Ebenen durch das Tor einer Mauer ins „Paradies“ kommt. :Für 2 Personen gedachte Häuschen mit allem Komfort, große Speiseanlagen, Liegewiesen, Pools gehören zu jeder Ausstattung. Obwohl  meist Selbstbedienungsbüfetts zur Auswahl standen, räumen afrikanische Kellner sofort das Geschirr weg oder bringen Getränke.
Heute geht es zum“ Matterhorn Namibias“ der Spitzkoppe. Auf den benachbarten Gipfelkonnte man sich zum Teil nur an dünnen Ketten hochziehen. Aber wir machten uns gegenseitig Mut, denn Jahrhunderte alte Felszeichnungen der San-Buschleute lohnten den Aufstieg auf jeden Fall. .Zum Zug zurückgekehrt kosteten wir den von den Voortrekkern in Südafrika als haltbaren Reiseproviant hergestellten Biltong aus Wild- ,Rind- und Straußenfleisch. 3 Tage verbrachten wir noch in der Mokutilodge am Rande des Etoscha-Nationalparks. Die Räume der Bungalows waren zum Schutz gegen die Moskitos mit Schleiern bestückt. Hier konnten wir natürlich bei verschiedenen Safaris die Tierwelt am besten beobachten. Dabei fiel sofort auf, dass sich manche Urlauber bemühten, die hohen Lkw´s den niedrigen Jeeps vorzuziehen. An den Wasserlöchern der riesigen Salzpfanne und bestimmten Bäumen wurde das Verhalten der einzelnen Arten besonders studiert. Als es nach Windhoek, ging wurden wir noch ausführlicher mit der Kolonialgeschichte
Namibias vertraut gemacht, was zum besseren Verständnis bei der Besichtigung der Hauptstadt beitrug. Als es zum Abschluss dieser unvergesslichen Erlebnisreise zum Flugplatz ging, waren sich viele einig:
Das Land ist noch einmal einen Besuch wert.

Ja der Westen Afrikas holt schon lange auf mit dem Tourismus, und da Kenia immer mehr vom Glauben abfällt und die Touristen ausbleiben bieten sich hier fantastische Alternativen. Herrliche Landschaften, moderne saubere Lodgen, freundliche Menschen und auch die Tierwelt bietet alles das, was man sich auf Safari wünscht.